Das Aluminiumdruckgussverfahren ist eines der gängigsten Verfahren zur Formgebung von Aluminium. Dabei wird das Material erhitzt, in eine Form eingespritzt und in die gewünschte Form gebracht. Nun, auf den ersten Blick mag das einfach erscheinen. In der Praxis spielen jedoch viele Faktoren eine Rolle. Die Art und Weise, wie Sie vorgehen, die richtigen Druckgussparameter und der sachgemäße Einsatz eines Trennmittels – all das spielt eine Rolle.
Im Aluminiumdruckgussverfahren lassen sich stabile, leichte und präzise Bauteile herstellen. Es eignet sich für die Fertigung komplexer Formen mit glatter Oberflächenbeschaffenheit. Daher ist dieses Verfahren für die Herstellung von Automobilteilen, Strukturbauteilen und Elektronikkomponenten weithin bekannt.
Um jedoch ein gutes Gussergebnis zu erzielen, reicht es nicht aus, lediglich Aluminium zu schmelzen und die Form zu füllen. Vielmehr muss auch die Oberfläche der Form glatt sein. Deshalb ist es wichtig, eine Trennmittel. In der Regel sorgt dies dafür, dass das Aluminiumteil reibungslos aus der Form gleitet.
In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie man Aluminium im Druckgussverfahren gießt. Außerdem gehen wir auf die wichtige Rolle von Trennmitteln ein und erläutern, wie diese den Gussprozess verbessern.
Was ist Aluminiumdruckguss?
Der Aluminiumdruckguss ist eines der beliebtesten Metallumformungsverfahren zur Herstellung präziser Metallteile. Dieses Verfahren wird häufig zur Herstellung verschiedener Arten von Aluminiumteilen eingesetzt.
Beim Druckgussverfahren wird geschmolzenes Aluminium unter hohem Druck in eine wiederverwendbare Form gepresst. Durch den hohen Druck füllt das Material jeden Winkel der Form aus. Auf diese Weise kann es innerhalb des Formraums jede beliebige Form annehmen, ohne sich zu verformen. Während herkömmliche Umformverfahren die Herstellung detaillierterer Formen ermöglichen, lässt sich mit dem Druckgussverfahren eine noch detailliertere Form erzielen.
Der Prozess beginnt damit, dass das Aluminium unter hoher Hitze geschmolzen wird. Das System liefert Wärme, bis das Metall vollständig geschmolzen ist. Anschließend drückt ein hydraulischer Kolben das flüssige Metall mit hoher Geschwindigkeit in den Hohlraum einer Stahlform. Das Metall erstarrt in der Form fast augenblicklich. Danach öffnet sich die Form und das Bauteil wird mithilfe eines mechanischen Stifts ausgeworfen.
Es gibt im Wesentlichen zwei Arten von Metallgussanlagen. Die eine ist eine Heißkammermaschine, die andere eine Kaltkammermaschine. Heißkammeranlagen eignen sich ideal für Metalle mit niedrigen Schmelzpunkten, wie beispielsweise Zink. Aluminium wird hingegen in der Regel in Kaltkammeranlagen gegossen. Bei dieser Anlage sind Schmelz- und Einspritzkolben voneinander getrennt, um die Anlage zu schützen.
Das Aluminiumdruckgussverfahren findet in verschiedenen Branchen wichtige Anwendungen. Mit diesem Verfahren lassen sich leichte, feste und hochkomplexe Bauteile mit einer hochwertigen Oberfläche herstellen. Automobilhersteller nutzen dieses Verfahren zur Fertigung von leichten Motorblöcken, Halterungen, Gehäusen und anderen wichtigen Bauteilen. In der Elektronikbranche werden Chassis, Rahmen und häufig auch Kühlkörper hergestellt. Auch in der Luft- und Raumfahrt sowie bei Elektrowerkzeugen für den Heimgebrauch ist dieses Verfahren weit verbreitet.
Aluminiumdruckgussverfahren: Schritt für Schritt
Der Aluminiumdruckgussprozess erfordert in jeder Phase eine sorgfältige Kontrolle. Jeder einzelne Schritt kann das endgültige Gussteil beeinflussen. Er kann die Festigkeit, die Form, die Oberflächenbeschaffenheit und die Gesamtqualität verändern. Wenn Sie also ein gutes Gussergebnis erzielen möchten, müssen Sie den Prozess von Anfang bis Ende sorgfältig überwachen.
Formkonstruktion und -vorbereitung
Die Formkonstruktion ist ein entscheidender Schritt im Druckgussverfahren. Ohne eine robuste, funktionsfähige Form lassen sich keine optimalen Ergebnisse erzielen. Möglicherweise sind zusätzliche Nachbearbeitungsschritte erforderlich, um die Oberfläche zu glätten, was zusätzliche Kosten verursacht und letztendlich die Rentabilität Ihres Projekts beeinträchtigen kann.
Daher muss die Formkonstruktion professionell und detailliert sein. Jedes Bauteil, einschließlich der schmalen Kanäle und Kühlkanäle, muss sorgfältig kontrolliert werden. Eine professionelle Formkonstruktion kann Formfehler erheblich reduzieren.
Eine fachgerechte Konstruktion stellt sicher, dass die Form Hitze, extremem Druck und anderen Belastungen standhält. Nach der Fertigung wird die Form sowohl innen als auch außen auf Risse oder Beschädigungen überprüft. Anschließend wird die Form vorgewärmt, um Thermoschocks während des Spritzgussvorgangs zu vermeiden.
Schimmelbeseitigung
Die Reinigung der Gussform ist ebenfalls ein wesentlicher Schritt im Gussprozess. Sie müssen die Gussform gründlich reinigen und jeglichen Schmutz, Staub, Öl oder alte Rückstände entfernen. Solche Verunreinigungen in der Gussform können die Formgebung des Bauteils beeinträchtigen. Schon ein winziges Partikel kann die Oberflächenqualität verschlechtern. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Gussform sauber und für den Guss bereit ist.
Zur Reinigung können Sie entweder Spezialbürsten oder Druckluft verwenden. Ist die Oberfläche makellos sauber, sorgt dies für eine glatte Oberfläche, sodass die Metallschmelze jeden Winkel und jedes Detail der Form perfekt ausfüllen kann. Kein einziges Detail bleibt unberücksichtigt. Die Reinigung verlängert zudem die Lebensdauer der Form und beugt Beschädigungen und Rost vor.
Auftragen des Trennmittels
Ein Trennmittel ist in der Regel eine Chemikalie, die auf die Oberfläche aufgetragen wird, um eine Antihaftwirkung zu erzielen. Es ist einer der wichtigsten Bestandteile des Druckgussverfahrens. Beim Auftragen des Trennmittels bildet sich eine nicht haftende Barriere zwischen der Form und dem Gussteil. Der Hauptzweck dieser dünnen Schicht besteht darin, das einfache Entnehmen des Gussteils zu erleichtern.
Trennmittel bilden eine dünne, hitzebeständige Schicht. Nach dem Eingießen des glühend heißen geschmolzenen Metalls verhindert diese Schicht eine direkte Anhaftung an der Form. Darüber hinaus sorgt sie für eine gleichmäßige Wärmeableitung und hält die Formoberfläche während der Produktionszyklen kühl. Aufgrund dieser Vorteile finden Trennmittel nicht nur bei Metallen, sondern auch bei Kunststoffen, PU-Schäumen und ähnlichen Materialien Anwendung.
Spannen
Das Schließen ist ein Arbeitsschritt, bei dem zwei Formhälften fest aneinandergepresst werden. In der Regel erfolgt dies vor dem Spritzgussvorgang. Hier erweist sich ein Hydrauliksystem als am effektivsten. Es drückt eine bewegliche Formhälfte gegen eine feststehende Formhälfte. Auf diese Weise erzeugt das Hydrauliksystem einen enormen Druck, der als Schließkraft bezeichnet wird. Da der Druck sehr hoch ist, wird er in Tonnen gemessen.
Ohne eine ausreichend hohe Schließkraft kann die einströmende Schmelze leicht austreten. Diese Kraft ist daher notwendig, um dem auftretenden Druck standzuhalten. Die erforderliche Kraft kann je nach Formtyp variieren. So benötigen kleine Formen beispielsweise weniger Kraft, während große und komplexe Formen mehr Kraft erfordern. Passen Sie die Kraft entsprechend an. Eine korrekte Schließkraft gewährleistet präzise Abmessungen der Formteile.
Schmelzen von Aluminium
Zum Schmelzen von Aluminium legen die Hersteller die Zünder in Hochtemperaturöfen ein. Dort erhitzt der Ofen das Metall, bis es vollständig geschmolzen ist. Die Temperatur beträgt fast 660 °C. Überwachen Sie den Schmelzvorgang, bis alle Barren vollständig geschmolzen sind.
Während der Schmelzphase können Sie möglicherweise einige Verunreinigungen an der Oberfläche schwimmen sehen. Entfernen Sie diese, um zu vermeiden, dass sich Blasen bilden und Schwachstellen in den Metallteilen entstehen.
Einspritzen von geschmolzenem Aluminium
Das Einspritzen ist der erste Schritt, bei dem die Metallschmelze eine Form füllt. Die meisten Hersteller verwenden eine mechanische Gießpfanne, um das glühende Metall zu schöpfen. Das glühende Metall wird in einem Ofen aufbewahrt. Anschließend wird das Material in die kalte Einspritzhülse der Maschine gegossen. Dann übernimmt ein hydraulischer Kolben den Einspritzvorgang.
Dieser Kolben drückt das Metall mit hoher Geschwindigkeit vor, sodass es den gesamten Hohlraum ausfüllt. Durch die hohe Geschwindigkeit entsteht ein enormer Druck auf das Metall. Kein einziger Kanal wird ausgelassen. Es füllt jede Ecke aus und erfasst jedes Detail. Sowohl zu hohe als auch zu niedrige Geschwindigkeiten können zu Problemen führen. Wählen Sie die richtige Geschwindigkeit, um ein dichtes und fehlerfreies Produkt zu erhalten.
Druckhaltung und Kühlung
Der Nachdruck wird unmittelbar nach dem vollständigen Befüllen der Form aufgebaut. Sobald sich die Formkammern mit flüssigem Metall gefüllt haben, hält die Maschine den Druck aufrecht – den sogenannten Nachdruck. Der Hydraulikkolben übt dabei starken Druck auf das Aluminium aus. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich während der Erstarrung aufgrund der Metallschrumpfung Spalten bilden. Ohne Nachdruck könnte das Produkt Schwachstellen und Hohlräume an den Oberflächen aufweisen.
Nun wird die Kühlleitung im Inneren der Form in Betrieb genommen, wodurch die Temperatur deutlich sinkt. Verschiedene Flüssigkeiten, wie beispielsweise Wasser und Öle, fließen durch den Kanal, um Wärme abzuführen. Dadurch verfestigt sich das flüssige Metall innerhalb von nur einer Sekunde zu einem festen, stabilen Bauteil. Durch die richtige Kühlung entstehen Bauteile mit fester Struktur ohne Hohlräume.
Auswurf
Beim Auswerfen wird das fertige Teil aus der Form entnommen. Zu Beginn öffnet die hydraulische Spannvorrichtung die bewegliche Formhälfte. Das massive Aluminiumteil bleibt an der beweglichen Formhälfte haften. Nun kann das Metallprodukt sicher herausgeschoben werden.
In der Regel drückt der mechanische Auswerfer das Metall von der Rückseite der Form heraus. Diese Stifte treffen anschließend gleichmäßig auf die Oberfläche und führen das Bauteil heraus, ohne es zu verbiegen oder zu zerbrechen. Ein Roboter nimmt dann das Produkt auf, das auf das Förderband fällt. Auf diese Weise wird die Form geräumt und für den nächsten Zyklus des Aluminiumdruckgussverfahrens vorbereitet.
Oberflächenbehandlung und -veredelung
Die Oberflächenbehandlung ist der letzte Schritt im Aluminiumdruckgussverfahren. Diese Behandlung beginnt, sobald das Metall ordnungsgemäß ausgehärtet und abgekühlt ist. Als Erstes sollten Sie das neue Gussteil vorsichtig aus der Form entnehmen. Anschließend können Sie überschüssiges Material mit einer Schneidemaschine abschneiden.
Außerdem können Sie die raue Oberfläche durch Trommeln oder Strahlen glätten, verfeinern und reinigen. Anschließend können Sie eine auf die Anforderungen Ihres Projekts zugeschnittene Beschichtung auftragen. Sie haben die Wahl zwischen Lackieren, Pulverbeschichten oder Galvanisieren. Jede Art der Beschichtung hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Eine Beschichtung schützt die Oberfläche jedoch vor Rost, Feuchtigkeit und normalem Verschleiß.
Die Bedeutung des Trennmittels beim Aluminiumdruckguss
Das Trennmittel ist einer der wichtigsten Werkstoffe beim Aluminiumdruckguss. Es hat direkten Einfluss auf die Gussqualität, die Lebensdauer der Gussform und die Produktionseffizienz. Mit einem wirksamen Trennmittel lassen sich Oberflächenfehler deutlich reduzieren. Verzichtet man auf den Einsatz eines Trennmittels oder verwendet ein minderwertiges Trennmittel, kann dies zu Formschäden oder zu einem klebrigen, geschmolzenen Material führen. Dies kann die Wartungskosten erhöhen und die Lebensdauer der Form verkürzen.
Verhindern, dass etwas festklebt
Der Hauptzweck der Verwendung eines Trennmittels besteht darin, eine nicht haftende Barriere zu schaffen. Es bildet eine dünne Schicht zwischen der Stahlform und dem geschmolzenen Aluminium und verhindert so ein Anhaften. Außerdem ermöglicht die Verwendung eines Trennmittels ein leichtes Auswerfen der Teile aus der Form.
Verbesserung der Oberflächenqualität
Das Trennmittel verbessert zudem die Oberflächenqualität von Druckgussteilen. Der Einsatz eines wirksamen Trennmittels gewährleistet, dass beim Auswerfen keine Unebenheiten oder Kratzer entstehen. Dies trägt wesentlich zu einer glatteren und gleichmäßigeren Oberfläche bei. Letztendlich verringert sich dadurch der Bedarf an zusätzlichem Polieren oder Nachbearbeiten.
Schutz der Matrize
Geschmolzenes Aluminium wirkt stark korrosiv auf Stahlformen. Das Trennmittel schützt die Form jedoch vor extremem Druck und Hitze. Dadurch bleiben die Stahlformen unbeschädigt, und die Trennmittel tragen dazu bei, die Lebensdauer der Formen zu verlängern.
Temperaturregelung
Beim Aluminiumdruckguss trägt die durch das Trennmittel gebildete dünne Schicht ebenfalls zur Temperaturregelung bei. Diese Schicht verringert die direkte Wärmeübertragung. Außerdem sorgt sie für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung in der Form. Viele Trennmittel auf Wasserbasis haben zudem einen kühlenden Effekt, da das Wasser nach dem Aufsprühen verdunstet.
Effizienzsteigerung
Die Verwendung eines geeigneten Trennmittels beschleunigt den Produktionszyklus. Das einfache Entnehmen der Teile verringert Ausfallzeiten bei der Reinigung oder bei Maschinenstaus. Auf diese Weise wird der Durchsatz gesteigert, was wiederum zu einer effektiven Senkung der Gesamtkosten führt.
Das beste Trennmittel für den Aluminiumdruckgussprozess
Beim Druckgussverfahren reicht es nicht aus, einfach nur ein Trennmittel zu verwenden. Auch die Verträglichkeit des Trennmittels ist für eine reibungslose Entformung von großer Bedeutung. Die folgenden beiden Trennmittel werden im Aluminiumdruckgussverfahren häufig eingesetzt. Wir empfehlen Ihnen, fachkundigen Rat einzuholen, um sicherzustellen, dass das richtige Trennmittel verwendet wird.
Druckgusstrennmittel für Reinaluminium MK-TL
Amino MK-TL ist ein Trennmittel auf Wasserbasis für den Druckguss von reinem Aluminium. Beim Auftragen bildet das Trennmittel einen festen, reibungsfreien Film auf der Formoberfläche. Jedes Bauteil lässt sich problemlos und ohne Kohlenstoffablagerungen aus der Form lösen. Es ist zudem temperaturbeständig bis 300 °C und erfüllt die Normen RoHS und ISO 16949 für eine sichere Verwendung.
Wasserbasiertes Trennmittel für Aluminiumdruckgussformen MK-2232W
Amino MK-2232W ist ebenfalls ein Trennmittel auf Wasserbasis. Es handelt sich um ein stabiles, ungefährliches und leicht zu reinigendes Schmiermittel, das für den Aluminiumdruckguss geeignet ist. Dieses Mittel sorgt zudem für eine außergewöhnlich glänzende und glatte Oberflächenbeschaffenheit. Es entspricht vollständig den RoHS- und REACH-Standards. Dank seiner Flexibilität eignet es sich sowohl für das manuelle als auch für das automatisierte Aufsprühen.
Zusammenfassung
Der Aluminiumdruckguss ist ein schnelles, präzises und zuverlässiges Verfahren. Er wird häufig zur Herstellung von stabilen und leichten Aluminiumteilen eingesetzt. Der Druckguss bietet zahlreiche Vorteile. Es ist jedoch von entscheidender Bedeutung, die einzelnen Parameter und Qualitätsfaktoren zu verstehen.
Eine fachgerechte Formkonstruktion, die richtige Vorbereitung, das richtige Trennmittel und eine effektive Nachbearbeitung sind der Schlüssel zum Erfolg. Letztendlich gewährleistet eine professionelle Einrichtung eine gleichbleibende Produktion mit hochwertigen Bauteilen.
Beim Aluminiumdruckguss ist die Wahl des richtigen Trennmittels entscheidend. Nicht alle Trennmittel führen zum erwarteten Ergebnis. Daher ist es wichtig, die richtigen und kompatiblen Trennmittel auszuwählen.

